rauchmelder

Rauchmelder retten Leben, so die Aussage der Befürworter. Dem kann man schwer wiedersprechen. In fast allen Bundesländern besteht bereits Rauchmelderpflicht. Nun ist zum 31.12.2014 auch Hessen dran. Nicht nur für Neubauten, sondern auch für Bestandimmobilien müssen ab dem Jahr 2015 in jedem Haushalt Rauchmelder installiert sein. Normalerweise ist der Vermieter für die Einhaltung der Frist zuständig und muss sicherstellen, dass in seiner Immobilie Rauchmelder angebracht werden. Als Eigentümer sind Sie selbst in der Pflicht sich um die Installation der Rauchmelder zu kümmern.

Wo müssen Rauchmelder angebracht werden?

Es muss jeweils ein Rauchmelder in jedem Kinderzimmer, in jedem Schlafzimmer und zusätzlich in jedem Flur, der als Fluchtweg dient, installiert werden.

Welche Arten von Meldern gibt es?

Für jede Situation gibt es den richtigen Melder. Grundsätzlich werden die folgenden Arten unterschieden.

  • Rauchmelder: Sie reagieren auf Rauch. Gelangt Rauch in das Gehäuse des Melders, dann werden die dort angebrachten Messlaser “vernebelt” und es wird Alarm ausgelöst.
  • Wärmemelder (Hitzemelder): Sie reagieren auf Temperatur. Das heißt, dass Sie bei einer bestimmten Raumtemperatur (z.B. 60°C) Alarm schlagen. Einen Wärmemelder könnten Sie zum Beispiel in der Küche anbringen. Bei normalen Rauchmeldern in der Küche kommt es oft zum Fehlalarm, wenn beim Kochen zu viel Wasserdampf entsteht. Mit Wärmemeldern umgehen Sie das Problem.
  • Gasmelder: Sie erkennen entweichende Gase wie Methan (Erdgas), Propan und Butan.
  • CO-Melder: CO (Kohlenstoffmonoxid) kann bei nicht vollständiger Verbrennung (Erdgas, Holz, Benzin, Flaschengas, etc.) entstehen. Das Konhlenstoffmonoxid ist geruchs- und geschmackslos, d.h. Sie können es nicht wahrnehmen.  CO ist für den Menschen extrem giftig. Falls Sie also in Ihrem Haus Verbrennungsöfen betreiben, macht es Sinn einen CO-Melder anzubringen.

Die Technik macht auch vor Rauchmeldern nicht Stopp. Das bedeutet, dass es die meisten Melder in der normalen Ausführung, aber auch in der vernetzen Ausführung gibt. Soll heißen, wenn ein Melder Alarm schlägt, dann benachrichtigt er die anderen Melder und diese lösen ebenfalls Alarm aus. Ob Sie das im Eigenheim brauchen und die Mehrkosten gerechtfertigt sind, müssen Sie selbst entscheiden.

Hinweis: Achten Sie beim Kauf von Rauchmeldern auf eine lange Lebensdauer der Batterie. Es gibt longlife Batterien, die 10 Jahre halten. Außerdem sollten Sie auf die Austauschbarkeit der Batterie achten. Bei manchen Modell kann man die Batterie nämlich nicht wechseln.

Weitere Informationen und auch eine große Auswahl von Rauchmeldern finden Sie unter http://www.rauchmelder-experten.de.

Ich persönlich habe mich für die Merten 547119 Rauchmelder entschieden. Sie verfügen über eine auswechselbare Batterie (nicht selbstverständlich) und sind preislich im 5-er Pack sehr attraktiv.

Wie sind Rauchmelder anzubringen?

Damit ein Rauchmelder ordnungsgemäß funktioniert, muss bei der Montage folgendes beachtet werden. Es ist nur eine Montage an der Decke zulässig. Der Rauchmelder sollte möglichst mittig im Raum montiert werden. Es dürfen im Umkreis von 50cm keine anderen Gegenstände wie Lampen, Schränke, Wände etc. vorhanden sein. Besonderheiten sind auch für die Montage an Dachschrägen zu berücksichtigen. Auf http://www.rauchmelderpflicht.eu/rauchwarnmelder-montage-und-wartung/montageort/ finden Sie ein paar Schaubilder zu richtigen Montage der Rauchmelder.

Was, wenn kein Rauchmelder angebracht wird?

Wenn Sie keinen Rauchmelder installieren passiert zunächst nichts. Es wird keinen geben, der von Haus zu Haus zieht und kontrolliert, ob Sie Ihrer Pflicht nachgekommen sind. Im Falle eines Brandes kann das aber Konsequenzen haben.

  • Es droht ein strafrechliches Verfahren, wenn es zu Personenschäden kommt, weil Sie keinen Rauchmelder installiert haben.
  • Die Versicherung (Wohngebäude– bzw. Hausratversicherung) kann Leistungen kürzen, da Sie gesetzliche Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten haben, die Bestandteil der Versicherungsbedingungen sind.

Fazit

Jedes Jahr kommen ca. 500 Menschen beim Hausbrand ums Leben. Fast 400 davon werden im Schlaf vom Feuer überrascht. Ein Rauchmelder kann hier tatsächlich Hilfe leisten Leben zu retten.

Achten Sie beim Kauf auf Qualität der Rauchmelder und auf die Langlebigkeit/Austauschbarkeit der Batterie. Die Erfahrungen aus meinem Umfeld zeigen, dass günstige Rauchmelder aus dem Baumarkt oft Fehlalarme auslösen. Allein schon wegen dem Schreck, den ein Fehlalarm in der Nacht auslösen kann, lohnt sich die Investition in einen höherwertigen Rauchmelder.