nebenkosten

Die Höhe der anfallenden Nebenkosten beim Hauskauf ist eine spannende Frage, mit der man sich schon frühzeitig auseinandersetzen sollte. Die Nebenkosten machen einen nicht zu unterschätzenden Betrag aus. Das ist vor allem dann kritisch, wenn Sie nicht genügend Eingenkapital besitzen und dadurch evtl. eine Kreditabsage riskieren.

Provision beim Kauf über einen Makler

Wenn Sie über einen Makler kaufen, dann müssen Sie eine Provision an den Makler zahlen. Diese liegt in der Regel bei etwa 6% des Kaufpreises. Ich betone es immer wieder, dass das aus meiner Sicht völlig überzogen ist. Und ich empfehle Ihnen nach Möglichkeit den Makler zu umgehen. Strategien zum Kauf ohne Makler habe ich z.B. im Artikel „Wo und wie sucht man ein Haus oder eine Wohnung?“ beschrieben.

Sollte es Ihnen nicht möglich sein ohne einen Makler zu kaufen, dann sollten Sie wenigstens in die Verhandlungen über die Provision mit ihm gehen. Seien Sie fordernd, denn auch der Makler ist an einem Verkauf interessiert. Trauen Sie sich, denn Sie können nur gewinnen.

Sonstige Nebenkosten

Durch geschicktes Verhandeln haben Sie auf die Maklerprovision einen gewissen Einfluss. Die restlichen Nebenkosten, die beim Hauskauf anfallen, sind gesetzlich festgeschrieben, d.h. Sie können sie nicht umgehen.

Dazu zählen vor allem die Grunderwerbsteuer, aber auch die Notarkosten sowie die Kosten für die Grundbuchänderungen.

Bei den Notarkosten und den Kosten für die Grundbuchänderungen kommen ca. 2% des Kaufpreises auf Sie zu. Diese 2% teilen sich in mehrere “kleinere” Beträge auf. Das bedeutet, dass nach dem Notartermin immer wieder Rechnungen in den Briefkasten fliegen. Das gibt Ihnen Zeit sich langsam auf die große Rechnung für die Grunderwerbsteuer vorzubereiten.

Die Grunderwerbsteuer macht den größten Teil der Nebenkosten aus, wenn man die Maklerprovision außen vor lässt. Sie unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Die Spanne reicht von 3,5% bis 6% des Kaufpreises. Detaillierte Informationen zu der Grunderwerbsteuer sind im Artikel „Was ist die Grunderwerbsteuer, wie wird diese berechnet und wie kann man Grunderwerbsteuer sparen?“ enthalten.

Fazit

Zusammenfassend teilen sich die Nebenkosten grob wie folgt auf:

  • 6% des Kaufpreises für Maklerprovision, falls Sie über einen Makler kaufen
  • je nach Bundesland 3,5% – 6% des Kaufpreises für die Grunderwerbsteuer
  • 2% des Kaufpreises für Notar und Grundbuch.

Hier wird nochmal deutlich, dass Sie die Nebenkosten fast halbieren können, wenn Sie ohne einen Makler kaufen (bei 250.000€ sparen Sie ein nettes Sümmchen von 15.000€ (6%)). Mit den restlichen Nebenkosten muss man sich leider abfinden.